Übersicht Gruppen und Arbeitskreise
 

AK Eine Welt

 

Liebe Pfarrgemeinde und Interessierte,


wir neue Mitglieder führen den „Eine-Welt-Arbeitskreis von St.Benno“ fort.

Wer sind wir?   Der AK-Eine-Welt setzt sich zusammen aus jungen Erwachsenen der Pfarrei
 
Roland Zeilbeck, Brigitte Mayer, Matthias Wufka, Miriam Heim, Ullrich Plank, Andrea Hierhager, Monika und Thomas Vorndran, Annegret Ludwig, Rosi Heinz, Manuela und Thomas Köhler
     
Was wollen wir erreichen?   Ziel des Arbeitskreises ist hauptsächlich der Verkauf von „fair gehandelten Waren“, wie z.B. GEPA etc.. Aber wir möchten Sie auch über die Ziele und denn Sinn von „fair gehandelten“ Waren informieren.
Unsere Motivation:  

Wir sind teilweise selbst junge Familien und möchten uns mit dem Verkauf von "fair gehandelten Waren" unter anderem gegen Kinderarbeit einsetzten und die Ausbildung von Kindern in benachteiligten Ländern unterstützen.

"Fair gehandelte Waren" werden grösstenteils als BIO Produkte produziert und dienen somit auch der Erhaltung der natuerlichen Lebensräume für uns alle.

Spendenerlöse: - Spendenerlös "Fair gehandelter Waren" beim Fastenessen 21.März in Höhe von 150 EUR für Missionsprojekt in Südamerika

- Spendenerlös "Fair gehandelter Waren" beim Pfarrfest 19.Juni: Unterstützung des Spendenprojektes "Plan-für Deutschland - Patenschaft für ein Kind der Dritten Welt" (Region Afrika) 150 EUR - Vorstellung siehe unten

Mit dem fairen Handel wollen wir junge und ältere Leute ansprechen um das tägliche Einkaufsverhalten positiv zu beeinflussen.

Wir freuen uns Sie bald auf einer der nächsten Veranstaltungen persönlich kennen zulernen und hoffen auf anregende Diskussionen - und natürlich auf einen Einkauf von Ihnen.

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung!

 

"Plan-für Deutschland - Patenschaft für ein Kind der Dritten Welt" (Region Afrika):

Seit fast zwei Jahren haben wir nun den Eine-Welt Verkauf übernommen. Wie schon bereits unsere Vorgänger spenden wir den Erlös des Verkaufs an gemeinnützige Organisationen, vorzugsweise an missionarische Einrichtungen in Eine-Welt Ländern.
 
Neben diesen Spenden haben wir uns für eine Kinderpatenschaft bei Plan International entschieden, um eines der Ziele des Fairen Handels, sich gegen Kinderarbeit einzusetzen, direkt umzusetzen.
Unser Patenkind ist ein Mädchen  mit dem Namen Zenabou Sanni Chabi.
Sie ist 11 Jahre alt und lebt in Benin.

Vor kurzem hatten wir die Gelegenheit durch ein Interview  mit 
Herrn Koffi Jean Kinnoume, dessen Heimatland Benin ist, einen kleinen
Einblick über die Lebensweise in Benin zu erhalten.
Einige von Ihnen kennen Herrn Herrn Koffi Jean Kinnoume aus unserer
Gemeinde. Er besucht derzeit das Priesterseminar in München.

Auszug aus dem  Interview mit Herrn Koffi Jean Kinnoume:

Wie leben Kinder in Benin?
„Es gibt verschiedene Lebensweisen und Lebensbedingungen für Kinder.
In den Städten ist das Leben anders als in den Dörfern. Zudem liegt es
am Lebensstandard der Familien, der Form der elterlichen Ehe (monogam
oder polygam) und der  Zahl der Geschwister. Durchschnittlich leben die
Kinder aus monogamen Familien und mit einer überschaubaren Zahl an
Geschwistern in größerem Wohlstand. Dann sind Gesundheitsversorgung,
Ausbildung, Zuwendung und Lebensunterhalt gesichert. Für Straßenkinder
gibt es in den übervölkerten Städten die Straßenschule. Viele Kinder leiden
unter Analphabetismus, mangelhafte Ausbildung, Vernachlässigung durch
die Eltern, frühem Arbeitszwang, Mißhandlung bei Vormundschaft (viele
Familien schicken Kinder zur Verziehung zu Verwandten oder Bekannten in
die Städte), Kinderhandel (bestimmte Leute kaufen Kinder, um sie in der Landwirtschaft oder in Firmen als billige Arbeitskräfte auszubeuten). Obwohl der Kinderhandel und die Zwangsehe verboten sind und streng bestraft werden, gibt
es dies.“

Wie ist der Tagesablauf eines Kindes in Benin ?
„Sonnenaufgang ist gegen 6.30 Uhr. Die Grundschulen beginnen zwischen 7 und 8 Uhr. Da die Kinder weite Wege in die Schule haben und dies zu Fuss bewältigen,
müssen die Kinder meist vor 6 Uhr aufstehen. In jedem Alter ist den Kindern ein
Haushaltsdienst zugeteilt, der vor dem Bad erledigt sein soll. Der erste Teil der
Schulstunden läuft bis 12 Uhr. Der zweite Teil von 15 Uhr bis 18 Uhr oder 19 Uhr.
Zur  Zeit sind die Kinder verpflichtet auch am Wochenende zur Schule zu gehen.
Kindergarten ist nur vormittags.“

Vielen Dank an Herrn Herrn Koffi Jean Kinnoume für das Interview.

Aus dem Bericht von Plan International können wir hierzu ergänzen:
Nur 75% der Kinder besuchen trotz Schulpflicht die Schule. Vor allen
Dingen Mädchen beenden die Schule vorzeitig um im Haushalt zu helfen oder
weil sie Zwangsverheiratet werden.
Es fehlt an Schulen, Lehrpersonal, Schulmaterialien und Ausstattung.
Die medizinische Versorgung und die Versorgung mit frischem Trinkwasser
sind mangelhaft. Nur 30% der Landbevölkerung wohnt in der Nähe von Gesundheitsdiensten. Benins hohe Kindersterblichkeit lässt sich auf mangelnde Ernährung , mangelnde Hygiene sowie religiöse Einstellung der Eltern (Wunderheiler) zurückführen. Kinder sterben meist an Krankheiten wie Masern, Tetanus, Durchfall etc., für die es gute Heilungschancen gibt. Auch die HIV-Infektionsrate steigt. Die Größte Herausforderung in Benin ist die Bekämpfung der Armut.

Wir freuen uns, Sie bei uns am Stand begrüßen zu dürfen. Die
Verkaufstermine finden Sie in den Aushängen sowie der Webseite der Pfarrei.
Gerne halten wir Sie bezüglich unserers Patenkindes
durch Information an unserem Verkaufsstand und weitere Beiträge
im Pfarrbrief  auf dem Laufenden.

Es grüßt Sie herzlich

Thomas Köhler für die Gruppe Eine-Welt St. Benno

Benin